Alkoholtester-Infos.de Infos, Ratgeber und Vergleiche von Alkoholtestern

Die meistverbreiteten Mythen über Alkoholtester

Die meistverbreiteten Mythen über Alkoholtester

Über Alkoholtester ranken sich zahlreiche Mythen und Gerüchte. Welche davon entsprechen der Wahrheit?

Bei unserer Recherche über Alkoholtester sind wir auf einen interessanten Beitrag des ÖAMTC (Artikel leider mittlerweile offline) gestoßen, in dem dem Wahrheitsgehalt verschiedener Mythen über Alkoholtester auf den Grund gegangen wird.

Wir möchten unseren Lesern die Ergebnisse dieses Tests natürlich nicht vorenthalten, weshalb wir uns die interessantesten Mythen für Sie herausgepickt haben und im folgenden Artikel vorstellen.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir übrigens auch unseren Artikel zum Thema Austricksen von Alkoholtestern.

Sie kennen noch weitere Mythen & Gerüchte, die im Folgenden nicht aufgelistet wurden? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie Ihren Vorschlag einfach unter dem Artikel als Kommentar hinterlassen. Wir werden den Mythos dann zeitnah überprüfen und die Ergebnisse an dieser Stelle einfügen. 

Die besten Alkoholtester im Vergleich

Die wichtigsten Fakten in Kürze

  • Alkoholhaltige Pralinen sind keine plausible Ausrede
  • Es gibt keine Lebensmittel, die den Alkoholabbau beschleunigen
  • Eiswürfel im Mund und Zigarettenqualm senken tatsächlich den Alkoholgehalt in der Atemluft…
  • … sind in der Praxis allerdings nicht umsetzbar
  • Selbst wenn ein Manipulationsversuch funktionieren würde, würden die Polizisten dagegen vorgehen
  • Fazit: Manipulationsversuche sind sinnlos

1. Mythos: Alkoholhaltige Pralinen

Immer wieder behaupten Autofahrer, dass der Alkoholtester nur deshalb ausschlägt, weil sie zuvor Pralinen mit alkoholhaltigem Inhalt verzehrt haben. Das kann auch durchaus der Wahrheit entsprechen, wenn der Verzehr nur wenige Sekunden zurückliegt und der Alkohol sich zum Teil noch im Mund befindet.

In solchen Fällen wartet die Polizei allerdings meist 15 Minuten und führt den Test dann ein zweites Mal durch. Wenn sich dann immer noch Alkohol in der Atemluft befindet, zieht die Ausrede mit den Pralinen nicht mehr. Ergebnis: Der Schluckspecht wurde enttarnt.

Übrigens: Um nachweisbare Alkoholmengen in der Atemluft zu haben, müsste man schon kiloweise Pralinen essen.

2. Mythos: Kaffee macht nüchtern

Macht Kaffee tatsächlich nüchtern?

Auch Kaffee kann den Abbau von Alkohol im Körper nicht beschleunigen.

Gerne trinken Feiernde auf dem Heimweg oder am Morgen Danach einen Kaffee, um nüchtern zu werden und einen klaren Kopf zu bekommen. Wer allerdings noch Alkohol im Magen hat, der wird sich nach dem Kaffeekonsum wundern: Durch das enthaltene Koffein wird die Durchblutung des Magens angeregt, wodurch der Alkohol noch schneller in die Blutbahnen gelangt.

Des Weiteren beeinflusst Kaffee den Abbau von Alkohol in keinster Weise. Man kann noch so viel Kaffee trinken: Die Geschwindigkeit des Alkoholabbaus bleibt dieselbe. Das gilt übrigens nicht nur für Kaffee. Kein einziges Lebensmittel führt dazu, dass Alkohol schneller abgebaut wird.

Kaffee kann also höchstens dazu führen, dass man sich etwas besser fühlt und wacher ist. Wem das etwas nützt, der kann gerne zur braunen Bohne greifen.

Es gibt keine Lebensmittel, die den Alkohol schneller aus den Blutbahnen entfernen. Man muss warten, bis dieser in der Leber abgebaut wurde. Der Vorgang kann nicht beeinflusst werden.

3. Mythos: Kaugummis und Mundwasser verbergen die Fahne

Einige Trinker halten sich für besonders schlau: Sie kauen während der betrunkenen Fahrt einen Kaugummi oder spülen sich den Rachen mit Mundwasser aus, um von ihrer Fahne abzulenken. Polizisten werden durch den speziellen Geruch allerdings erst recht neugierig. Sie bitten in solchen Fällen also tendenziell häufiger zum Alkoholtest. Wenn es soweit ist, nützt auch der beste Kaugummi nichts.

Übrigens: Wer kurz zuvor Mundwasser gegurgelt hat, der wird beim Alkoholtest vermutlich sogar einen noch höheren Alkoholwert als ohnehin schon aufweisen, da viele Mundwasser stark alkoholhaltig sind. Ein zweiter Test – oder spätestens der Bluttest auf der Wache – würde dann allerdings für Aufklärung sorgen.

4. Mythos: Eiswürfel senken den Alkoholgehalt in der Atemluft

Senken Eiswürfel den Alkoholgehalt in der Atemluft?

Eiswürfel senken tatsächlich kurzzeitig den Alkoholgehalt in der Atemluft.

Ein weiterer Mythos besagt, dass Eiswürfel im Mund dafür sorgen, dass ein niedrigerer Wert auf dem Alkoholtester angezeigt wird. Das stimmt laut ÖAMTC sogar, allerdings stellt sich die Frage, wer mit einem Mund voll Eiswürfel noch normal sprechen kann, geschweige denn welcher Polizist den Test mit Eiswürfeln im Mund zulassen würde.

Dieser Mythos ist prinzipiell also wahr, allerdings im wahren Leben nicht umsetzbar.

5. Mythos: Zigarettenqualm verhindert die Messung

Manchmal liest man davon, dass der Alkoholtester ein anderes Ergebnis ausgibt, wenn man Zigarettenqualm hineinpustet. Das scheint sogar tatsächlich zu funktionieren.

Doch auch hier stellt sich wieder die Frage, welcher Polizist eine so offensichtliche Manipulation des Alkoholtesters zulassen würde. Man würde nicht nur die Manipulation des Ergebnisses provozieren, sondern eventuell sogar den teuren Alkoholtester beschädigen.

Fazit: In der Theorie sinnvoll, in der Praxis nicht umsetzbar. 

Die besten Alkoholtester im Vergleich

Manipulation ausgeschlossen!

In einem anderen Artikel haben wir bereits erklärt, dass ein Austricksen von polizeilichen Alkoholtestern so gut wie unmöglich ist. Die Geräte können zwar mit den richtigen Tricks getäuscht werden, allerdings eher in die andere Richtung, sodass kurzzeitig ein höherer Alkoholgehalt angezeigt wird.

Die hier vorgestellten Mythen unterstreichen diese Aussage noch einmal. Wenn man pusten muss, dann spuckt der Alkoholtester die Wahrheit aus. Und wenn nicht beim ersten Mal, dann spätestens beim zweiten Versuch nach 15 Minuten Wartezeit oder beim finalen Bluttest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.