Alkoholtester-Infos.de Infos, Ratgeber und Vergleiche von Alkoholtestern

MPU durchgefallen: Wie sieht der nächste Schritt aus?

Wer die Aufforderung erhält, an einer MPU teilzunehmen, der ist meist schon verunsichert genug. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn das Gutachten negativ ausfällt und man durch die MPU durchgefallen ist. Wie reagiert man in einem solchen Fall am besten? Wir haben die Antwort für Sie.
MPU durchgefallen: Wie sieht der nächste Schritt aus?

Es ist keine Schande, bei der MPU durchzufallen – sofern Sie die richtigen Schritte befolgen.

Wenn Sie durch die MPU durchgefallen sind, sollten Sie nicht gleich in Panik geraten. Es ist jetzt wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Eines gleich vorweg: In keinem Fall sollten Sie das Gutachten zur Führerscheinstelle schicken, denn dieses würde in der persönlichen Führerscheinakte vermerkt werden und kann sich später nachteilig auf Sie auswirken. Auch bei der nächsten MPU kann dies einen negativen Beigeschmack beim Gutachter hinterlassen.

Interesse an einem MPU-Lernprogramm?*

Lektüre des Gutachtens hilft weiter

Lesen Sie sich das negative Gutachten zunächst einmal genau durch, um zu erfahren, warum Sie überhaupt durch die MPU durchgefallen sind. Die dort genannten Gründe sollen Ihnen dabei helfen, an sich zu arbeiten, um das nächste Mal einen positiven Bescheid zu erhalten. Machen Sie sich diese unangenehme Kritik also zu Nutze und versuchen Sie, die genannten Fehler auszubügeln.

Am Ende eines jeden Gutachtens stehen Empfehlungen, die Ihnen aufzeigen, was Sie zu tun haben, bevor Sie zu einer erneuten MPU antreten können. In der Regel empfiehlt der Gutachter eine Verkehrstherapie, eine verkehrspsychologische Beratung oder auch einen Abstinenznachweis. Bevor Sie einen zweiten Anlauf starten, sollten Sie sich absolut sicher sein, die Kritikpunkte beseitigt zu haben.

Sperrfristen und Kosten – was man darüber wissen muss

Viele Menschen befürchten, sie könnten eine Sperrfrist erhalten, wenn das Gutachten bei der MPU negativ ausfällt. Das ist jedoch falsch. Im Grunde genommen könnten Sie sich sofort wieder anmelden, allerdings ist dies nicht zu empfehlen, da es durchaus seine Gründe hat, warum Sie nicht bestanden haben. Arbeiten Sie also an sich und kümmern Sie sich um die genannten Fehler, damit es beim zweiten Versuch klappt.

Was die Kosten betrifft, so gibt es leider keine Ausnahme: Die Kosten müssen in voller Höhe erneut bezahlt werden. Allein schon deshalb sollten Sie sich die Zeit nehmen, um sich entsprechend selbst auf die nächste MPU vorzubereiten. Jedes negative Gutachten kostet bei einem erneuten Versuch wieder Geld – und das nicht unbedingt wenig.

Im Übrigen gibt es keine Frist, in der Sie Ihr Gutachten bei der Führerscheinstelle abgeben müssen. Somit müssen Sie einen negativen Bescheid gar nicht erst vorzeigen, sondern können sich ganz in Ruhe auf einen zweiten Anlauf vorbereiten. Eine Begründung ist natürlich nicht nötig.

Sie sollten jedoch den Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis zurückziehen, um einen Ablehnungsbescheid und somit einen Eintrag ins Verkehrszentralregister zu verhindern.

Gutachten muss nicht nur positiv oder negativ ausfallen

Das Gutachten einer MPU muss nicht zwangsläufig nur positiv oder negativ ausfallen. Einen Zwischenschritt stellt die Empfehlung bedingt geeignet dar. In diesem Fall erhält man den Führerschein meist nicht direkt zurück, sondern muss sich erst einer Nachschulung unterziehen. Kann man die erfolgreiche Teilnahme an dieser Nachschulung nachweisen, erhält man den Führerschein zurück.

MPU durchgefallen: Ein Verkehrspsychologe kann helfen

Noch ein guter Tipp: Ein MPU-Gutachten ist oft nicht einfach zu verstehen und wirkt gerade auf junge Menschen häufig kompliziert. Hier kann es sich lohnen, sich an einen Verkehrspsychologen zu wenden, der das Fachjargon genau versteht und übersetzen kann. Auf diese Weise erhalten Sie hilfreiche Tipps, wie Sie die im Gutachten genannten Probleme am besten angehen bzw. lösen können.

Sollte es sich um tieferliegende Schwierigkeiten handeln, wie beispielsweise Ängste, dann ist gerade der Verkehrspsychologe ein wichtiger Ansprechpartner, der Ihnen entsprechende Hilfe anbieten kann.

Letzten Endes gilt: Geben Sie nicht auf, wenn es mit der MPU nicht gleich auf Anhieb klappen sollte. Sie sind in keinem Fall der Erste oder der Letzte, dem dies passiert. Sehen Sie einen negativen Bescheid eher als Anlass, das eigene Verhalten zu verbessern. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen – dann klappt es beim zweiten Mal bestimmt!

Interesse an einem MPU-Lernprogramm?*

Alternative zur MPU: EU-Führerschein

Mit einem EU-Führerschein ist es möglich, auch ohne eine erfolgreich abgeschlossene MPU eine in Deutschland zulässige Fahrerlaubnis zu erwerben. Die klar regulierten Anforderungen, wie etwa das Wohnsitzprinzip, der zuständigen Behörden haben seit 2015 dafür gesorgt, dass in Tschechien oder Ungarn ausgestellte EU-Führerscheine eine größere Rechtssicherheit haben.

Gemäß der dritten Führerschein-Richtlinie der Europäischen Union müssen deutsche Behörden in Tschechien, Ungarn und anderen EU-Mitgliedstaaten erworbene Führerscheine uneingeschränkt anerkennen, sofern diese unter Einhaltung des Wohnsitzprinzips erworben wurden. Dabei ist es wichtig, dass kein Verstoß gegen dieses Prinzip nachgewiesen werden kann. Vermittler für EU-Führerscheine, wie www.nie-wieder-mpu.de, bieten dazu umfassende Informationen an und helfen bei der Organisation und Abstimmung aller Maßnahmen, sodass ein EU-Führerschein problemlos ausgestellt werden kann.

Da es sich bei der MPU lediglich um eine Auflage deutscher Behörden handelt, entfällt diese, wenn der Führerschein im EU-Ausland abgelegt wird. Wenn die gemeinschaftsrechtlichen Regelungen der EU und der deutschen Gerichtsbarkeit eingehalten wurden, müssen EU-Führerscheine in Deutschland anerkannt werden. Dabei spielt die Vorgeschichte des Fahrers und eine Wohnsitzverlagerung ausschließlich zum Erwerb der Fahrerlaubnis keine Rolle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.