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Abstinenznachweis: Wie wird Nüchternheit nachgewiesen?

Unter bestimmten Umständen kann es nötig sein, einen Abstinenznachweis vorzulegen, wenn man nach einem Alkohol- oder Drogendelikt seinen Führerschein zurückerhalten möchte. Wie dieser Abstinenznachweis auszusehen hat und in welchen Fällen er vorgelegt werden muss, erfahren Sie im folgenden Artikel.
Abstinenznachweis: Wie wird Nüchternheit nachgewiesen?

Ein Abstinenznachweis wird bei Alkoholmissbrauch und bei Alkoholabhängigkeit fällig.

Bei Alkoholmissbrauch im Straßenverkehr oder beim Verdacht auf Alkoholabhängigkeit ist es nicht verwunderlich, dass man zur medizinisch-psychologischen Untersuchung geschickt wird, damit diese feststellt, ob man überhaupt für den Straßenverkehr geeignet ist.

Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn man mit einer Blutalkoholkonzentration von über 1,6 Promille am Straßenverkehr teilgenommen hat und dabei erwischt wurde.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine MPU auch dann nötig sein, wenn man bei der Verkehrskontrolle unter 1,6 Promille im Blut hatte. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn ersichtlich ist, dass man nicht nur auf einer Party zu viel getrunken hat, sondern bereits am Vormittag betrunken unterwegs ist.

Bei Wiederholungstätern reicht ebenfalls bereits eine geringere Blutalkoholkonzentration aus.

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Wie wird eine Alkoholabhängigkeit festgestellt?

Als alkoholabhängig gilt man beispielsweise dann, wenn man mit hohen Promillewerten erwischt wurde. Auch erkennbare Entzugserscheinungen und weiterer Alkoholkonsum, nachdem bereits eine Schädigung durch den Alkohol festgestellt wurde, sprechen für eine Alkoholabhängigkeit.

Erhöhte Leberwerte können ein Indiz sein, allerdings sind diese nicht zuverlässig genug, da es noch weitere Faktoren gibt, die Einfluss auf die Leberwerte haben (zum Beispiel Übergewicht). Im Umkehrschluss gilt natürlich auch, dass niedrige Leberwerte einen Alkoholabhängigen nicht entlasten können.

Wie wird der Abstinenznachweis bei Alkohol durchgeführt?

Als Grundlage für den Abstinenznachweis dient der sogenannten EtG-Wert. EtG steht in diesem Fall für die chemische Verbindung Ethylglucuronid. Dabei handelt es sich um ein Abbauprodukt des Alkohols, welches relativ fehlerfrei in Form von Haar- bzw. Urinanalysen nachzuweisen ist.

Wer Alkoholmissbrauch betrieben hat, der muss vier Untersuchungen in einem Zeitraum von sechs Monaten über sich ergehen lassen. Alkoholabhängige Menschen müssen hingegen über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinweg abstinent bleiben und an insgesamt sechs Untersuchungen teilnehmen.

Die Termine für die Untersuchungen werden erst relativ kurzfristig bekanntgegeben, damit sich der Prüfling nicht darauf vorbereiten kann.

Abstinenznachweis = Führerschein zurück?

Ein Abstinenznachweis ist zwar ein großer Schritt in Richtung Führerschein, allerdings muss man zusätzlich natürlich noch die medizinisch-psychologische Untersuchung über sich ergehen lassen und noch dazu ein positives Gutachten erhalten.

Alkoholabhängige Menschen müssen zudem häufig nachweisen, dass sie eine Entwöhnungstherapie erfolgreich abgeschlossen haben.

Wenn man weiß, dass man einen Abstinenznachweis erbringen muss, bringt es natürlich nichts, sich früher zur MPU anzumelden. Man hat also genügend Zeit, um sich auf die Untersuchung vorzubereiten.

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Abstinenznachweis bei illegalen Drogen

Wenn man mit illegalen Drogen erwischt wird, die gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen, spielt es keine Rolle, ob man damit im Straßenverkehr erwischt wird oder nicht – der Führerschein ist erst einmal weg. Um ihn wieder zurück zu erlangen muss man sich einer MPU unterziehen.

Eine Ausnahme bildet hierbei Cannabis. Ob der Führerschein eingezogen wird oder nicht, hängt von den Konsumgewohnheiten des Verkehrssünders ab. Wer beispielsweise immer wieder mit Cannabis am Steuer erwischt wird, der wird ebenfalls zur MPU gebeten.

Beim Abstinenznachweis von Cannabis wird die An- bzw. Abwesenheit des Abbauproduktes THC-COOH nachgewiesen. Der Nachweis erfolgt über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg.

Andere illegale Drogen werden per Urinanalyse über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinweg nachgewiesen. In diesen zwölf Monaten kommt es zu insgesamt sechs Untersuchungen.

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